- Ein Orientierungswert für den Verbrauch liegt bei
nichtbindigen,
rolligen Böden bei ca. 20-30 kg/m2 Gelkonzentrat. Bei stark bindigen
bzw. sehr dichten Böden wird hauptsächlich der Bereich zwischen Bauwerk
und angrenzendem Boden verfüllt, so daß sich hier ein geringerer
Verbrauch von ca. 10 kg/m2 Gelkonzentrat ergibt.
Da bei Schleierabdichtungen an Mauerwerk auch Hohlstellen und Risse
gefüllt werden,
die mit den Bohrlöchern verbunden sind, kann sich im Einzelfall ein
höherer Verbrauch ergeben.
- Vergelung der Bausubstanz
Zur fachgerechten Herstellung einer nachträglichen flächigen Sperre gegen
eindringende
Feuchtigkeit durch Vergelung des Mauerwerkes mit gleichzeitiger Sperre
gegen kapillar
aufsteigende Feuchtigkeit ist eine Bauzustandsanalyse notwendig.
Inhalt: Wandkonstruktion (einschalig, zweischalig, Hohlraumcharakter),
Wandstärken
der Wandflächen, Durchfeuchtungs-grad/Lastfall, Salzbelastung und
Porigkeit des Mauerwerkes.
Vor Beginn der Injektionsarbeiten ist eine evtl. Fugenverdämmung im
Wandbereich der
Injektionsfläche durchzuführen. Die Bohrlöcher sind im Rastermaß gemäß
Abb. 5 horizontal
oder mit einem Neigungswinkel von 30-45 Grad herzustellen. Dabei ist die
untere Bohrlochreihe
mit einem Bohrlochabstand von ca. 12-15 cm herzustellen. Bei einbindenden
Versorgungsleitungen
ist um die Einbindung herum ein geringerer Abstand der Bohrlöcher zu
wählen.
Der Bohrlochdurchmesser richtet sich nach der Größe der einzusetzenden
Schraubpacker mit
Flachkopf. Die Bohrlochtiefe sollte ca. 3/4 der Wandstärke betragen. Der
Bohrstaub ist auszublasen.
Anschließend sind Schraubpacker fest zu montieren. Das gemischte
Injektionsgel W240 ist mit einer
2-Komp-Pumpe von der unteren Bohrlochebene beginnend nach oben zu
injizieren.
Die Injektion erfolgt so lange, bis das Injektionsgel aus den benachbarten
Packern austritt
und ein Porenverschluß des Mauerwerks durch Sättigung der Fugen erreicht
ist.
Der Materialverbrauch hängt von der Porenstruktur, den eventuell
vorhandenen Hohlräumen und Rissen ab.
Der durchschnittliche Verbrauch bei einem regelmäßigen Mauerwerk liegt bei
ca. 20 kg/m2 bei 50 cm Wandstärke.
- Abdichtung von Bauwerks- und Dehnungsfugen Erdberührter
Bauteile:
WEBAC.240 kann bei Bodenfeuchtigkeit und drückendem Wasser als
nachträgliche Abdichtung
für undichte Bauwerks- und Dehnungsfugen mit einer Gesamtverformung bis
50% eingesetzt werden.
Die Fugenflanken müssen dafür so beschaffen sein, daß ein Haftverbund
zwischen Injektionsmaterial
und Bauteil möglich ist. Die Injektion erfolgt mit einer 2-Komp.-Pumpe,
bis die Fuge vollständig gefüllt ist.
Der Verbrauch richtet sich nach dem offenen Fugenvolumen und der Struktur
des angrenzenden Bodens.
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